{"id":23872,"date":"2018-02-05T18:45:11","date_gmt":"2018-02-05T17:45:11","guid":{"rendered":"http:\/\/mp.aleph-consult.de\/?p=23872"},"modified":"2020-06-12T11:16:36","modified_gmt":"2020-06-12T09:16:36","slug":"familienunternehmen-professionalisiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mp.aleph-consult.de\/en\/familienunternehmen-professionalisiert\/","title":{"rendered":"Familienunternehmen professionalisiert"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-23874 alignleft\" src=\"http:\/\/mp.aleph-consult.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Lubenez.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\">Viktoria Lubenez betreibt mit vier weiteren Familienmitgliedern die Firma L-Decor. Das Kiewer Bauunternehmen unterst\u00fctzt Bauherren, Architekten und Privatleute bei Neu- oder Umbauten von Immobilien in der Ukraine. L-Decor k\u00fcmmert sich von der Installation der Sanit\u00e4ranlagen bis zur dekorativen Wandgestaltung um so manches, was nach dem Rohbau ansteht.<!--more--> Als Lubenez 2015 am MP teilgenommen hat, arbeitete sie bei einem Mittelst\u00e4ndler im Marketing. Kurz danach hat sie ihren Job an den Nagel geh\u00e4ngt und ist in den Familienbetrieb mit eingestiegen.<\/p>\n<p>\u201eDas Programm war ein sehr starker Impuls f\u00fcr mich\u201c, sagt Lubenez, beeindruckt vom Engagement, der Professionalit\u00e4t und dem Erfolg der h\u00e4ufig familiengef\u00fchrten Unternehmen, die sie in Deutschland kennengelernt hat. \u201eDie Fortbildung hat in mir den Wunsch geweckt, mein Leben als Selbst\u00e4ndige zu gestalten \u2013 und nicht als Arbeitnehmerin\u201c, sagt die 33-J\u00e4hrige. Seit drei Jahren arbeitet die studierte \u00dcbersetzerin nun schon als Managerin f\u00fcr strategische Entwicklung in dem Unternehmen mit, das ihr Bruder 2010 gegr\u00fcndet hat, zusammen mit weiteren Familienmitgliedern. Sechs Angestellte unterst\u00fctzen die Unternehmerfamilie.<\/p>\n<p>Die Mitarbeiter von L-Decor bekommen ein f\u00fcr die Ukraine eher un\u00fcbliches Paket an Sozialleistungen. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel die \u00dcbernahme von Krankenhausleistungen, die aufgrund des maroden ukrainischen Gesundheitssystems von den B\u00fcrgern quasi selbst getragen werden m\u00fcssen und schnell zu einer finanziellen Belastung werden k\u00f6nnen. Ab 2018 will Lubenez f\u00fcr ihre Mitarbeiter auch die Krankenversicherung tragen und als familienf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahme die Kosten f\u00fcr die Kinderbetreuung \u00fcbernehmen. \u201eGute Mitarbeiter muss man nicht nur finden, sondern auch binden\u201c, sagt sie. \u201eIch versuche, m\u00f6glichst viel von dem Know-how und den Erfahrungen, die ich in Deutschland gemacht habe, in die Entwicklung unseres Unternehmens einzubringen\u201c. Die Ausweitung der Sozialleistungen ist nur ein Teil davon.<\/p>\n<p>Von ganz besonderem Wert war f\u00fcr das aufstrebende Familienunternehmen die Professionalisierung des Finanzmanagements, die Lubenez angesto\u00dfen hat. \u201eFinanzen \u2013 das war f\u00fcr mich ein Buch mit sieben Siegeln\u201c, sagt die Strategin. Das Know-how hatte auch sonst keiner in ihrer Familie, man hatte bisher nach bestem unternehmerischen Wissen und aus dem Bauch heraus geplant. Umso dankbarer wurden die neuen Impulse aus Deutschland umgesetzt. Einnahmen und Ausgaben werden jetzt den jeweiligen Projekten zugeordnet und analysiert. Dadurch k\u00f6nnen die Manager den tats\u00e4chlichen Investitionsbedarf ermitteln und die Wirtschaftlichkeit der Projekte beurteilen. Durch die neue Faktenlage hat die Familie eine bessere Kontrolle \u00fcber die Kapitalverwendung und kann ihre Investitionspolitik effizienter steuern.<\/p>\n<p>\u201eWir setzen uns jetzt vor jedem neuen Projekt zusammen und besprechen gemeinsam die Chancen und Risiken, auch was das gesamte Projektmanagement angeht\u201c, sagt die MP-Absolventin. In regelm\u00e4\u00dfigen Meetings legt man Pl\u00e4ne und Deadlines fest. Das hilft bei der Umsetzung und Steuerung der Projekte, st\u00f6\u00dft allerdings auch an nat\u00fcrliche Grenzen. \u201eUnsere Gesch\u00e4ftspartner in der Ukraine sind noch nicht so weit. Sie verstehen oft nicht, wie wichtig Deadlines f\u00fcr den Erfolg sind. Aber das ist doch nur einen Tag sp\u00e4ter, h\u00f6re ich oft\u201c, sagt Lubenez. Die Alumna bewundert Deutschland daf\u00fcr, dass dort alles nach Plan l\u00e4uft. \u201eWir haben uns noch nicht daran gew\u00f6hnt. Man muss bei sich selbst anfangen\u201c.<\/p>\n<p>Die Umstrukturierungen bei L-Decor tragen bereits erste Fr\u00fcchte. Gerade er\u00f6ffnet der Familienbetrieb eine Niederlassung in Spanien. Au\u00dferdem hat sich die Zielgruppe des Kleinunternehmens erweitert. Zu den privaten Bauherren mit ihren Haus- und Wohnungsprojekten kommen nun auch zunehmend gewerbliche Kunden, die bei der Gestaltung ihrer Hotels, Restaurants oder Cafes auf die Dienste von L-Decor vertrauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viktoria Lubenez betreibt mit vier weiteren Familienmitgliedern die Firma L-Decor. Das Kiewer Bauunternehmen unterst\u00fctzt Bauherren, Architekten und Privatleute bei Neu- oder Umbauten von Immobilien in der Ukraine. 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